Montag, 19. August 2013

Ich habe mich selbst noch nicht gefunden.

Ich weiß, ich habe schon lange nichts mehr von mir hören lassen. Aber nach der bitteren und enttäuschenden Trennung mit meinem Exfreund, ging es mir nicht gut. Ich dachte, ich hätte das Schlimmste hinter mir, aber das war ein Irrtum. Nach der Trennung hatte ich wohl noch nie so viele interessierte Jungs in kürzester Zeit an mir hängen. Ich habe auch gesucht, nach Liebe. Aber keiner ist eben wie T³. Keiner gibt mir dieses Gefühl, das ich bei ihm hatte. Ich habe alle enttäuscht und lasse die kalte J. raus hängen, als würde keiner mir was anhaben können. Nach einem Gespräch mit einem neuen Kerl, den ich auch nur das Herz gebrochen habe, hatte ich eine Panikattacke. Es ist jetzt schon fast 1 Monat her, und ich hänge immer noch an der alten Liebe. Mir wurde gesagt, ich lasse mein Glück nicht zu, ich renne weg. Ich gehe den leichten Weg. Das kann gut möglich sein. Desweiteren wurde gesagt, ich kenne mich selbst nicht. Das macht mich leicht aggressiv, denn wenn da jemand herkommt, der mich nicht so gut kennt und dennoch denkt, er kennt mich besser als ich mich selbst, dann hat er sich geschnitten. Ja es stimmt, ich kenne mich nicht gut. In meinem Kopf herscht Chaos nach wie vor. Aber damit habe ich mich angefreundet, ich habe es akzeptiert und ich weiß, dass ich es vorerst nicht ändern kann. Irgendwann kommt schon noch die Zeit, in der ich mich selbst finde. Jedoch weiß ich momentan nicht, was ich will. Ich will alles und ich will nichts. Ich will alleine sein und ich will auch jemanden, der da ist. Ich habe auch jemanden, mit dem ich kuschel und der mit mir ins Kino geht und für mich bezahlt. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob er der Richtige ist.
Ich frage mich auch, wie das weiter geht. Ich habe Telefonate hinter mir, verschiendene Tests (Schwangerschaftstest eingeschlossen, dieser war jedoch negativ) und viele Formulare ausgefüllt. Ich freue mich ein neues "Leben" anzufangen. In einer neuen Stadt. Vielleicht werde ich auch eine neue J. Vielleicht werde ich mehr Spaß als jetzt haben. Vielleicht werde ich auch einsam. Vielleicht verbringe ich dieses Jahr Weihnachten und Silvester alleine, oder arbeite an diesen Feiertagen. Vielleicht werde ich mich auch mit neuen Freunden in der neuen Großstadt mit Sekt beschütten und glücklich wirken. Ich will so gerne glücklich sein und alles um mich rum als perfekt bezeichnen. Mir wünschen, das sich nichts großartig verändert. Aber Glück ist kein Dauerzustand. Glück ist wie Ebe und Flut. Nur nicht berechenbar. Die Frage ist, ob ich dabei bin zu Ertrinken oder ob ich mich daran erinnere, wie man schwimmt. Ich frage mich vieles in letzter Zeit. Am liebsten würde ich mal abschalten und das tun, worauf ich lust habe. Das ist auch ein Problem bei mir. Ich denke zu viel nach. Ob es richtig ist oder falsch ist. Ich nehme zu viel Rücksicht. Rücksicht auf mich und auf andere Menschen. Und das ist es, was mir nicht gut tut.
xoxo J.