Mein eigenes Buch ist heute feritg geworden, auch wenn ich noch ewig daran sitzen und es von Mal zu Mal verbessern könnte. Irgendwann muss es ja ein Schluss geben. Ich hab es auch gleich bestellt, es kommt in 3 Wochen zu mir, ich bin stolz auf mich. Ich habe etwas erschaffen, wovon ich noch in 20 Jahren profitieren kann. Ich bin seit heute auch Brillenträgerin. Und wurde auf der Straße gleich Brillenschlange genannt. Ich könnte kotzen. Aber so richtig. Vielleicht sollte ich mit einer Tüte auf dem Kopf rum rennen.
Das Ding ist, ich zweifel schon wieder an mir selbst. Ob ich das alles schaffe. Unsicherheit macht sich breit. Ich stehe auf wackligen Beinen. S., von ihm habe ich bisher noch nie berichtet, weil es eigenlich nichts über ihn zu erzählen gibt. Besser gesagt, es gab nie etwas. S. hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Er hat mich ausgesaugt wie eine Tomate. Die Liebe in mir ausgeloschen. Wir waren jahre lang befreundet. Er war in mich verliebt. Aber ich konnte ihn nicht lieben. Ich habe ihn wohl immer nur verletzt. Bis er sich irgendwann rächen wollte. Bis er das Licht ausgeschalten hat. Er hat sich gerächt. In einer Sommernacht. Es war eine schöne Nacht, doch das was folgte war bitter und schmerzhaft. Er hat mein Herz mitgenommen als er gang, und es in tausend Teile zurück gebracht. Seit dem haben wir kein Wort mehr geredet. Und das schlimmste ist, ich komm nicht darüber hinweg. Da gibt es immer etwas in mir, das sich daran erinnert. Und sobald ich mich erinnere, weiß ich wieso ich so bin, wie ich bin. Sobald ich ihn ganz unabsichtlich sehe, ändere ich die Richtung. Gehe zurück. Nur nicht in seine Nähe. Und dann folgt das Gefühl, von Übelkeit und Fieber. Als würde ich verbrennen. Und ich hasse mich so sehr dafür. Ich hasse mich für vieles. So vieles. Seit dem frage ich mich, wie schnell Züge in Kurven fahren. Seit dem waren Freunde Feinde. Seit dem war Einsamkeit mein Trost.
Das Schiff ist untergeganen, lebt jetzt auf dem Untergrund des Meeres weiter. Fest verankert im Boden. Ist Teil etwas Großem. Und wird nie los lassen. Und keiner wird es retten.
Wisst ihr, seit Jahren weiß ich, dass die Welt böse ist. Und irgendwann kommt da jemand, und man denkt sich, dieser jemand, ist ein Guter. Also sollte man zusammen gegen das Böse kampfen und auf einander vertrauen. Aber letzendlich lernt man aus Fehler. Jeder besitzt etwas böses. Und man kann dagegen nicht ankämpfen. Jetzt bin ich weniger stolz auf mich.
"Und ich tanz einbeinig überm Abgrund. Lass mich fallen, um zu gucken was passiert.
Ich stürze ab in dieser scheinbar heilen Welt, scheinbar wieder zurück zu mir."
S. war nicht der einzige, davor kamen noch vier so frag ich mich, wie viel kann ein Mensch noch ertragen.
xoxo J.
"Maybe I'm lost in my creation.
This isn't how I thought I'd turn out."
This isn't how I thought I'd turn out."


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