Dienstag, 25. Juni 2013

Ich schwieg

 Ich kann die sarkastische Sprüche von meinem Bruder nicht mehr ertragen. Ich zerbreche daran. Die Person die ich am meisten liebe, hasst mich. Wer bin ich noch? Meine Augen sind feucht, nass. Tränen kullern mir nur noch über die Wangen wenn ich zuhause bin. Ich halte das nicht mehr aus. Ich verliere mich. Ich tu immer so hart, als ob ich schon alles gesehen hätte. Als ob mich nichts mehr mitnehmen kann. Aber wenn sich die Familie gegen einen stellt lässt mich das nicht kalt. Wenn ich nicht sage was ich denke, werde ich verrückt. Aber ich bekomme den Mund nicht auf. Ich finde keine Worte. Ich akzeptiere das Gerede und denk mir mein Teil. Den Glauben habe ich schon lange verloren. Hoffnung sowieso. Ich zerbreche. Ich zerbreche. Zerbreche. Ja, es stimmt. Ich brauche Aufmerksamkeit. Ich hatte sie immer. Und jetzt ist das alles nicht mehr da. Keine Liebe. Man braucht mich nicht mehr. Es wäre schön, wenn ich weg wäre. Einfach weg. Weg weg weg. Es wird von Tag zu Tag schwieriger zu lächeln. Und ich glaube diese Menschen, wissen gar nicht wie weh sie mir damit tun. Als wäre es ihnen egal. Ich bin am Ende. Zurück gefallen. Ich bin da, wo ich nie sein wollte. Nicht wieder. Ich bin wieder ich. Das alte ich. Von dem ich dachte, es ist tief vergraben und wird nie wieder das Licht erblicken. ICH HALTE DAS NICHT AUS.
J.

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